17.09.2017

Wochenendübung in Wesel

Auch in diesem Jahr stand für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wieder eine Wochenendübung auf dem Dienstplan. Nachdem die beiden letzten Wochenendübungen auf dem Nato-Übungsgelände in Teveren stattgefunden hatten, fuhren die Schleidener THW Einsatzkräfte mit einer Abteilung der THW Jugendgruppe zum THW-Übungsgelände nach Wesel.

Am Freitag Nachmittag machten sich die rund 20 Helferinnen und Helfer auf dem Weg von Schleiden nach Wesel zur Standortverlagerten Ausbildung. In Wesel angekommen gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine kurze Einweisung auf das Übungsgelände, die Schlafunterkünfte, sowie den Küchenbereich. Nachdem Abendessen bekamen die Helferinnen und Helfer einen Einblick auf den Fuhrpark des THW Ortsverband Wesel, durch dessen Ortsbeauftragter, Marco van Lueg.

In den frühen Samstagmorgenstunden wurde die erste Übung vorbereitet, so hieß für alle Teilnehmer um 06.00 Uhr, Einsatz: Gasexplosion in einem Wohnhaus ! Es wurden 3 vermisste Personen die sich in einem Wohnhaus befanden nach einer Gasexplosion vermisst. Die Bergungsgruppe und die Fachgruppe Beleuchtung rückten mit Sonderrechten aus. Während die Bergungsgruppe sich zum Erkunden vorbereitete, bauten die Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Beleuchtung die Beleuchtung mittels Lichtmastanhänger und diversen Stativen mit Strahlern auf. Es wurden schnell die 3 vermissten Personen auf den verschiedenen Etagen des völlig zerstörten Hauses gefunden. Die Bergungen der Personen war unterschiedlich, mittels Bergetuch oder Schleifkorb wurden die Personen zur Verletzten Ablagestelle transportiert.

Im Anschluss der Übung gab es eine kleine Nachbesprechung, die Einsatzbereitschaft wurde wiederhergestellt, ehe es dann zum wohlverdienten Frühstück ging. Nachdem Frühstück standen diverse Ausbildungen auf dem Programm, so wurden schwere Betonplatten mittels Hebekissen oder Hydropresse angehoben und anschließend unterbaut. Parallel dazu wurde die nächste Einsatzübung vorbereitet, nachdem Mittagessen gab es das Einsatzstichwort: Busunglück mit zwei Schulbussen Nach einem Verkehrsunfall mit zwei Schulbussen galt es 11 leicht- bis schwerletzte Kinder aus diesen zu befreien. Die eingesetzten Helferinnen und Helfer sicherten als erste Maßnahme die Unfallstelle zur Eigensicherung ab, während der Gruppenführer mit dem Truppführer die Erkundung durch den Leitenden Notarzt durchführten. Die verletzten Personen wurden mittels Krankentragen aus den Schulbussen an die jeweiligen Verletzten Ablagenstelle dem Rettungsdienst übergeben. Ein Kind wurden von einem Bus überfahren. Die eingeklemmte Person wurde mittels Hebekissen unter dem Bus geborgen. Auch diese Einsatzübung wurde erfolgreich abgeschlossen.

Im Anschluss wurden diverse Ausbildung an Höhenrettung durchgeführt, mittels Schiefer Ebene oder auch Leiterhebel wurden die verschiedenen Praktiken ausgebildet.

Anschließend trat ein Erdbeben auf... Einsatzstichwort, zerstörtes Mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Erdbeben, mehrere vermisste Personen. Nachdem die Eigensicherung angelegt wurde, begann man mit der Erkundung. Durch die einzelnen Schichten der jeweiligen Etagen mussten die Helferinnen und Helfer sich durcharbeiten um alle Vermissten zu bergen. Diese Arbeiten wurden immer wieder durch zahlreiche Nachbeben erschwert. Trotzdem wurde auch diese Einsatzübung erfolgreich abgeschlossen.

Bei Einbruch der Dunkelheit stand nochmals eine kleine Einsatzübung auf dem Programm. Vermisstensuche nach Explosion. Die Schadensstelle wurde duch den Lichtmastanhänger ausgeleuchtet und die Bergung der Verletzten mittels Schleifkorb konnte durchgeführt werde.

Den schon späten Abend ließ man dann beim Grillen ausklingen.

Am Abreisetag gab es nachdem Frühstück die letzte Abschlussübung. Ein verschlossener Zugang in Kellerräume musste mittels Brennschneidsatz geöffnet werden. Dorthinter befanden sich in den verschiedenen Räumen die Vermissten Personen, die zum Teil freisgeschaufelt werden mussten da diese von Trümmern vergraben waren. Auch die letzte Übung wurde erfolgreich und zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen.

Nachdem die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt worden war und die gesamte Unterkunft gereinigt wurde, traten die Schleidener THW Helferinnen und Helfer die Heimreise an. In Schleiden gab es dann schon fast traditionell Pizza für alle.

 

Text und Fotos: D. Schwarzer




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